Reisebericht Bodden Hiddensee Rügen
Mit der MY Solveig im Fahrtgebiet Boddengewässer, Hiddensee und Rügen.
Es ist Ende August. Am frühen Morgen machen wir uns (Lisa 17 und Lea 15) auf den Weg von Bergheim nach Barth. Der Himmel verspricht nicht viel Gutes. Wir glauben der Wettervorhersage und hoffen auf wärmere Temperaturen und auf Sonne, denn das bescheidene Wetter der letzten Wochen hatte uns nicht gerade verwöhnt.
Nach 6-stündiger Bahnfahrt holen uns Wilfried und Marie-Luise von Studikus-Yachtcharter von der Bahnstation in Velgast ab und es empfängt uns nach 15 Minuten das Boddenstädtchen Barth mit angenehmen Temperaturen und mit viel Sonnenschein. In der freundlichen Marina Ramin haben wir von unserem Liegeplatz aus einen atemberaubenden Blick auf den Barther Bodden. Von hier aus werden wir mit unserer Motoryacht Solveig als Kojenchartergäste einige Tage einen wunderschönen Törn durch die Boddengewässer geniessen.
Wir bringen unsere Sachen an Bord und schon kurze Zeit später erhalten wir unsere Einweisung und Hinweise zum Schiff. Wir sind die ersten Kojencharterer auf der völlig neu gestalteten MY-Solveig, die bei Studikus-Yachtcharter in Barth/MV eigentlich als Schulungsschiff eingesetzt wird, aber auch direkt gechartert werden kann. Das dreizehn Tonnen Stahlschiff ist – obwohl schon 33 Jahre alt – top in Schuss, teakdeckbeplankt, sehr modern, mit Rundumpersenning auf dem Achterschiff geschmackvoll und komplett ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl.
Nach kurzer Beratung entschließen wir uns, den Tag noch zu nutzen und legen in Richtung Hiddensee ab. Die Strecke ist gut betonnt und an uns zieht die zauberhafte Boddenlandschaft des Naturparks vorbei. Wir entschließen uns dann doch, zunächst im Yachthafen Barhöft die erste Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen legen wir gegen 11 Uhr ab, denn wir wollen am Nachmittag das Örtchen Kloster auf Hiddensee erreichen. Wir nehmen zunächst Kurs in Richtung Stralsund, fahren durch das Hauptfahrwasser bis hin zur Teilungstonne, ändern den Kurs nach Nord und fahren in den engen Fahrwassern in Richtung Hiddensee.
Die Temperaturen haben inzwischen sommerliches Format erreicht und wir sind mittlerweile im Polo- bzw. T-Shirt an Deck. Nach ruhiger Fahrt erreichen wir gegen 16.00 Uhr das Inselörtchen Kloster. Hier machen wir fest und haben unser Tagesziel erreicht. Nach einer 45 minütigen Wanderung erreichen wir den wohl bekanntesten Leuchtturm Deutschlands „Dornbusch“. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Ostsee bis nach hin nach Dänemark und auf unser gesamtes Fahrgebiet, den Sund, das sich die Gewässer zwischen Rügen und Hiddensee. Nach langen und intensiven Gesprächen mit Skipper Wilfried über Probleme des Lebens macht Marie-Luise ein besonders leckeres Abendessen, um damit den Tag rundum zufrieden und in großer Harmonie abzuschließen.
Der neue Tag führt uns bei Sonnenschein weiter in den Jasmunder Bodden nach Ralswiek. Gegen 16 Uhr legen wir in Ralswick an. Hier besuchen wir die berühmten „Störtebecker Festspiele“, dessen Besuch sich auf der imposanten Naturbühne immer wieder lohnt.
Unsere Fahrt führt uns am nächsten Tag nach Stralsund. Wir erleben erneut einen sonnigen Morgen. Nach dem wir gut gefrühstückt und „Klar Schiff“ vollzogen haben, legen wir ab. Während der Fahrt passeren wir den Fahrrinnenbagger Hegemann-3 und laufen dann nach gut vier Stunden in den Yachthafen der Marina Stralsund ein. Die Hansestadt beeindruckt mit seiner modernen Marina, der Skyline mit seinen historischen Gebäuden, dem Oceaneum, dem ehemaligen Segelschulschiff “Gorch Fock” und den imposanten Hafenanlagen.
Am nächsten Tag geht es zurück in Richtung Barth, wo wir nach 4 Stunden gemütlicher Boddenfahrt gut ankommen.
Wir fahren langsam an die Marina Rammin heran, um uns einen geschützten Liegeplatz zu suchen. Aber die sind schon alle besetzt. Also starten wir einen neuen Anlauf, finden doch noch einen freien Platz und nach einem gelungenen Manöver durch 2. Skipperin Marie-Luise kommen wir sicher an den Steg. Ein kurzer, aber sehr schöner Törn ist zu Ende.